Wie aus Nachdenken ein konkreter Schritt wird
Shownotes
Dieser Podcast entsteht in Kooperation mit dem Wirtschaftsmagazin sheconomy.
Dieser Themenzyklus umfasst:
1/3 Wenn du alles durchdacht hast — und trotzdem zögerst 2/3 Gute Entscheidungen haben Zugkraft | Julia Pfneißl-Mauritz, Minerva-Award-Gewinnerin 2024 in der Kategorie „Community 3/3 Wie aus Nachdenken ein nächster Schritt wird
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Und wenn du ein Thema hast, das ich in einem Themenzyklus aufgreifen soll, schreib mir direkt an gabriele@sollak.at.
Mehr zu mir und meinen Themen findest du auf: www.sollak.at
Schön, dass du da warst. Gemeinsam können wir die Jobwelt zu einer besseren machen. Boost your career, Sister!
Transkript anzeigen
00:00:02: Schön, dass du da bist bei Boosty Career Sister.
00:00:06: Ich bin Gabriele Strudel-Sollack, Kommunikationsarchitektin, Autorin und Leadership Coach.
00:00:12: Und in diesem Podcast zeige ich dir praxisnah wie wir Frauen sichtbar, wirksam und karriereklar werden – und mit Macht so richtig klug und konstruktiv umgehen!
00:00:26: Damit du im Job nicht nur mitläufst sondern mitgestaltest gehört wirst Und deine Karriere so richtig in Schwung kommt.
00:00:41: Welcome to Boost Your Career, Sister!
00:00:44: Ich bin Gabriele Strudel-Sollack und das ist der dritte Teil unseres Themenzykluses zum Thema Entscheidungen treffen.
00:00:52: Heute geht es darum was nach einem guten Gespräch kommt.
00:00:56: also nicht nur war dieses interessant sondern vor allem Was bedeutet das jetzt für uns, unseren Berufsalltag?
00:01:04: Für unsere berufliche Rolle und die nächste mutige Bewegung.
00:01:12: Der zweite Teil war mit Julia Pfeffneissel Mauritz.
00:01:16: Sie ist Minerva-Preisträgerin, Unternehmerin und gestaltet Kongressformate, die sehr individualisiert sind – sie hat auch ihre beruflichen Entscheidungen nicht romantisiert oder dramatisiert, sondern ganz klar gezeigt.
00:01:35: eine gute Entscheidung ist meistens nicht entweder Kopf- oder Bau.
00:01:41: Sie ist oft beides und sie verlangt ganz schön nach Selbstführung mehr als wir uns oft eingestehen.
00:01:48: Mich beschäftigt unser Gespräch weil Julia keine Nullachtfünfzehn Antworten gegeben hat.
00:01:54: im Gegenteil Sie hat nicht so getan, als wären gute Entscheidungen immer so sonnenklar.
00:02:00: Sie hat auch nicht davon gesprochen wir müssten alle nur ein bisschen mehr Mut haben und dann wird schon alles gut werden.
00:02:08: Nein im Gegenteil!
00:02:09: Sie hat offen davon erzählt dass auch bei ihr die großen Entscheidungen Ängste hervorrufen Und sie hat sogar das Wort Panik verwendet Dass die ersten
00:02:20: Wochen
00:02:21: nach so einem großen Sprung auch wirklich mal die Hölle sein können.
00:02:26: Dass Unsicherheit nicht automatisch bedeutet, dass die Entscheidung falsch war – genau das war so glaubwürdig an unserem Gespräch!
00:02:36: Es hat doch einen Moment gegeben der mich auf einer ganz anderen Ebene berührt hat und zwar war es diese Stelle an der Julia Pfeiffer-Moritz über ihre Großmütter gesprochen hat, genauer gesagt über den Namen ihrer Großmüter.
00:02:52: Julia heißt mit ihrem
00:02:54: vollen
00:02:54: Vornamern Julia Marta, Louise.
00:02:59: Und das sind die beiden Großmütternamen.
00:03:02: und auf meine Frage hin ob diese Frauen jetzt irgendwie mit am Tisch sitzen wenn sie Entscheidungen trifft dann hat sie es hingemäß gesagt wir sitzen ja ohnehin immer mit den Menschen am Tisch die uns wichtig sind.
00:03:16: Ich würde das jetzt gar nicht auf meine zwei Omas beschränken.
00:03:19: Ich glaube, wir sitzen ja sowieso immer mit den Menschen die uns wichtig sind.
00:03:22: also sie sind sowieso in mir dabei wenn es um diese ganz wichtigen Entscheidungen im Leben geht.
00:03:29: Für mich war das ein Augenblick wo ich so innerlich genickt habe Wir treffen Entscheidungen nie ganz allein auch dann nicht Wenn wir physisch vielleicht alleine im Büro sitzen oder wenn niemand mietredet und so ganz unesoterisch gesagt.
00:03:47: Wir haben oft etwas wie innere Stimmen in uns, also Erfahrungen und Loyalitäten, Vorbilder, Sätze die wir gehört haben und Möglichkeiten die damit impliziert sind und auch Grenzen die damit manchmal verbunden sind.
00:04:05: Mich haben diese Namen der Großmütter auch an meine eigene Biografie erinnert.
00:04:11: ich trage zum Beispiel denselben Vornamen wie meine Großmutter mütterlicherseits.
00:04:16: Sie ist zwar schon vor meiner Geburt gestorben, ich fühle mich trotzdem sehr nahe auch über die Stories, die ebenso von ihr erzählt worden sind und irgendwie mir mitgegeben worden sind.
00:04:29: Sie hat einen ungehören Trank gehabt nach Weiterbildung und hat zum Beispiel auch durchgesetzt dass sie als einzige von vielen Geschwistern tatsächlich eine solide Ausbildung als Modistin bekommen hat.
00:04:43: Sie hat dann in eine Akademiker-Familie eingeheiratet und gemeinsam mit ihrem Mann eine Fahrschule geleitet.
00:04:50: In den Neunzehnvierzigerjahren, als das eben war, gab es in Wien nur zwei Fahrschulen.
00:04:56: Eben diese Fahrschulle Ilming – das war eine davon!
00:05:01: Und meine Großmutter, die Gabriele Ilming, die war eine großartige Detaktin.
00:05:05: also da ist bekannt dass die Schülerinnen und Schüler wirklich am kürzesten Weg von ihr zum Führerschein gebracht worden sind.
00:05:15: Es gibt auch diese Erzählungen, dass sie einfach ihre fünf Kinder ins Auto gepackt hat stundenlang nach Vorarlberg gefahren ist um dort in einem Bildungshaus Vorträge zu halten zum Thema Familie und Erziehung Und die Kinder eben am Bergbauernhof herumgeteilt sind.
00:05:33: Wenn ich heute auf Sie blicke dann denke ich Auch sie hat keinen typisch weiblichen Rollenrahmen in den sie hinein gepasst hätte.
00:05:42: Und vielleicht ist das ja überhaupt ein viel zu kleines Bild, dass wir oft von auf ruhig haben nicht die einzelnen Ausnahme Frauen sondern einen Kreis von Frauen der einfach weiter wirkt.
00:05:56: und ich mag diesen Satz so sehr behind every successful woman there is a circle of women.
00:06:03: deshalb lohnt sich genau diese Frage wer sitzt denn innerlich Mit am Tisch, wenn du Entscheidungen triffst.
00:06:13: Wer hat dir vorgelebt dass etwas möglich ist?
00:06:17: Und wer hatte vielleicht auch beigebracht besser klein zu bleiben vorsichtig zu sein erst noch mehr Beweise zu sammeln?
00:06:26: Denn Entscheidungen sind ja nie nur rational Sie sind biografisch sie sind emotional sie sind kulturell geprägt und sie sind oft viel enger mit unserer Herkunft verbunden, als uns das lieb ist.
00:06:41: Ich greife jetzt ein paar Statements aus dem Gespräch mit Julia heraus und Learnings die wir daraus direkt mitnehmen können.
00:06:50: Julia hat beschrieben wie sie große Entscheidungen trifft.
00:06:55: Sie hat gesagt zuerst wird durchgerechnet wirklich solide also mit Business Plan Calculation Realismus Dann legt sie den Plan in die Schublade, schläft darüber und hört danach wie fuß dafür Bauchgefüllen.
00:07:14: Als das aber dann fertig war, war es so dass ich mir immer kurze Zeit genommen habe diesen Plan in der Schublada gelegt hat und drüber geschlafen hatte.
00:07:23: Und wenn ich gewusst hab, dass es von der Kalkulation her und von einem her funktionieren könnte, dann habe ich ganz statt auf mein Bauch gefühlt gehört.
00:07:34: Möchte ich das machen?
00:07:35: Ist dieser Reiz ist zur Maschung so groß, dass sich das jetzt aufgeht was ich jetzt gerade habe.
00:07:40: Das klingt doch wirklich getiegen und souverän denn es gibt tatsächlich zwei stolper Steine in denen wir stattdessen befinden könnten also zwei so problematische Enden von einer Skala entweder rein rational zu entscheiden und damit im analysieren sich zu verlieren oder das zweite Ende sehr klar etwas zu spüren, aber der eigenen Wahrnehmung nicht zu trauen und hin- und herzuerüberlegen bis die Energie auch wieder verpufft ist.
00:08:17: Und was Julia beschreibt ist etwas Drittes – so eine integrierte Entscheidung.
00:08:23: also nicht zuerst der Kopf und dann wird der Bauch abgeschafft.
00:08:27: und auch nicht ich mache einfach nur das wo nach mir gerade ist sondern Ich gebe der Entscheidung eine Struktur.
00:08:35: Ich prüfe, ob sie tragfähig ist und dann frage ich mich will ich dieses Leben wirklich?
00:08:42: Will ich in diese Richtung?
00:08:45: Hat das Zugkraft für mich?
00:08:47: Das ist aus meiner Sicht ein ganz zentraler Selbstführungsaspekt!
00:08:52: Und etwas ganz Wichtiges sagt sie so... ...das ist dieses Indie-Schublade legen also dass es psychologisch natürlich hoch wirksam weil gute Entscheidungen eine reife Zeit brauchen.
00:09:06: Die sollte natürlich nicht ewig sein, aber doch einen Moment, den man sich dafür auch Zeit nimmt.
00:09:14: Denn jetzt im Alltag ist die großen Entscheidungen, aber wenn wir unmittelbar nach den Exelisten und Diskussionen und Druck unterminen und Erwartungen noch am selben Abend eine endgültige Entscheidung erzwingen wollen nur damit das schnell vorbei Dann entscheidet man natürlich oft, dass eine Übersteuerung heraus also eher so eine Reaktion damit sich der Schreibtisch etwas leerer anfühlt.
00:09:43: Aber und das ist der wichtige Punkt diese Zeit um Entscheidungen zu treffen die darf schon begrenzt sein sonst wird aus so einer Reifezeit ein Nebelraum.
00:09:57: dann kreisen die Gedanken Und die werden eben nicht verdichtet, sondern eher so zerfleddert, zerfasert.
00:10:04: Wir haben dann eher das Gefühl es ist unentscheidbar und gleichzeitig aber wäre's doch ganz wichtig!
00:10:13: Als gutes Beispiel denke ich auch an eine Teilnehmerin von meinem Female Leadership Programm.
00:10:21: Sie kam im September mit der einen Frage.
00:10:30: Also sie ist eine sehr kluge, top qualifizierte Expertin gewesen und sie hat das Unternehmen total mögen für das sie gearbeitet hat.
00:10:41: Sie konnte es wirklich wertschätzen und hat die Unternehmenskultur sehr gemocht.
00:10:47: Das hat sie auch sehr lange zum Bleiben motiviert.
00:10:51: also alles war gut.
00:10:52: Es war kein toxischer Fall, kein Notausgang notwendig Aber sie hat auch ganz klar gesehen, der Schritt von der Expertinnenrolle in die Führungsfunktion das war dort auf absehbare Zeit eben nicht möglich weil diese relevante Position die war besetzt.
00:11:11: Und damit hat sich kein Laufbandfahrt für Sie gezeigt den sie gerne gegangen wäre und sie hat sich eine Deadline gesetzt diese Entscheidung bis Dezember zu treffen.
00:11:27: Dieses Bleibchen der Expertinnenrolle ist ja auch etwas, was mich glücklich macht.
00:11:34: oder werde ich mich verändern damit ich in die Führungsrolle gehen kann.
00:11:38: Und sie hat eben nicht gesagt na' ich werd mal schauen da spüre ich noch hinein sondern es war ganz klar bis Ende des Jahres werde ich dich entscheiden.
00:11:50: und so kam's dann auch.
00:11:52: also am Anfang des Jahres hat sich dann gekündigt Und eine bewusst geplante Auszeit für die ganze Familie organisiert hat sich dann beworben und es hat wunderbar geklappt, dass sie in ihrem Fachgebiet eine Leitungsfunktion bekommen hat.
00:12:08: Sie kann dort gestalten ihre Footprints setzen ja und was damit natürlich ein Herge ist auch immer ein höheres Gehalt.
00:12:17: Auch das macht Spaß und Freude.
00:12:20: Es ist jedenfalls ein wunderbares Beispiel dafür Was passiert, wenn man Entscheidungen nicht nur analysiert und fühlt sondern auch einen zeitlichen Rahmen gibt?
00:12:34: Deshalb die Frage mal Welche Entscheidungen braucht es bei dir gerade mit diesen drei Schritten prüfen weglegen entscheiden.
00:12:45: Und vielleicht weißt du dann noch wann du die Entscheidung treffen möchtest.
00:12:50: Julia sagt auch sehr ehrlich dass große Entscheidungen bei ihr nie leicht waren.
00:12:58: Sie spricht also von den Ängsten, die auftauchen bis zur Panik und das die Zeit nach der Entscheidung oft alles andere als leicht
00:13:14: war.".
00:13:15: Das muss ich auch ganz ehrlich so sagen.
00:13:24: Weil, da kommt ja die ganze Palette und das war jetzt nie so dass es finanziell irgendwie schwierig war aber da kommt die ganze palette von.
00:13:31: was bedeutet das jetzt für mein umfeld?
00:13:33: Für ein familiäres umfeld?
00:13:34: wird das alles funktionieren?
00:13:36: schaffe ich sie leute gut mitzunehmen auch beruflich?
00:13:39: war das doch richtig geschwickt oder nicht?
00:13:41: also ich glaube das ist schon wichtig zu sagen das ist jetzt nicht so dass sich diese entscheidungen getroffen haben und dann war das leicht Alles anscheinend als leicht.
00:13:50: Als ich das gehört habe, hab' ich gedacht, oh wie entlasten wäre das wenn das viele Frauen hören würden?
00:13:58: Denn mitunter verwechseln wir die Angst.
00:14:02: also wäre es so was wie ein Stoppsignal nach dem Motto Wenn ich wirklich richtig entschieden hätte dann müsste ich mich doch jetzt ruhig und sicher füllen Und zu varänen und entschlossen bis in der letzte Haarspitze Ja, aber so funktioniert eben menschliche Entwicklung nicht.
00:14:21: Angst ist oft kein Gegenargument – es ist eher so wenn etwas bedeutsam und wichtig ist dann ist Angst in der Regel eine Begleiterscheinung!
00:14:35: Wenn etwas groß ist, wenn's unsere Identität berührt und wenns Konsequenzen hat, wenn wir Neuland betreten ja ... Dann is' es doch verständlich dass auch diese Emotion dabei ist.
00:14:50: Also eine wichtige Unterscheidung ist nicht, habe ich Angst ja oder nein?
00:14:55: Sondern nochmal genauer hinzuschauen!
00:14:58: Wovor genau hab' ich denn Angst?
00:15:02: und das mal
00:15:02: auszuleuchten?!
00:15:04: Ist deine echte Gefährdung verbunden... ...oder ein Statusverlust...?
00:15:10: Oder vielleicht eine Irritation im
00:15:13: Umfeld?...
00:15:15: oder vielleicht auch der eigene Anspruch, der sehr hoch ist.
00:15:18: Wenn ich das differenzieren und benennen kann dann macht es einen riesen Unterschied im Durchtragen dieser Situation an.
00:15:28: Also Angst, Bauchweh, innere Unruhe – das sind meistens Anzeichen dafür dass man sich gerade aus einem zu engeren Rahmen heraus bewegt hat.
00:15:40: Einen Satz von Julia mag ich auch besonders Sie sagt sinngemäß Die größten Energiefresser sind oft nicht Entscheidungen, sondern die nicht getroffenen Entscheidungen.
00:15:52: Also dieses lange Rauszögern, die schleffen und damit verbunden das nicht aus dem Kopf bekommen?
00:16:01: Dann sehe ich schon immer wieder dass die meiste Energiefressen einfach Entscheidungen die nicht Getroffen werden.
00:16:08: also es gibt dann immer so ein Rauszögern oder einen.
00:16:12: Sie wird über Jahre nicht getroffen, die Entscheidung.
00:16:15: Und das ist ja was, dass das wiederkehrend ist und wo sich die Leute schon in einer Schleife befinden – und das frisst unglaublich viel an Entscheidungen.
00:16:24: Also eine Entscheidung aller Energie!
00:16:27: Ich glaube da es wirklich so ist, dass es etwas besser ist irgendeine Entscheidung dann auch zu treffen für sich selber, die man ja dann irgendwann auch wieder revidieren kann, die wenigsten Entscheidungen sind final einfach dieses Thema dann auch mal vom Tisch zu haben.
00:16:42: Sie hat etwas ausgesprochen, das ich öfter beobachte?
00:16:45: Nicht nur bei Karrierefragen, häufig auch bei Teamfragen.
00:16:49: so ist dieser Mensch tatsächlich gut fürs Team.
00:16:54: Darüber bleiben, worüber sprechen wir wie nehme ich ihn bei der Hand?
00:16:59: oder es ist vielleicht besser dass diese Person unser Team wieder verlässt.
00:17:04: Es geht bei Grenzziehungen, bei Rollenklärungen.
00:17:07: Also nicht getroffene Entscheidungen die bleiben ja nicht still sondern die beschäftigen uns ja laufend.
00:17:14: Kostenfokus, Lebensenergie und ziehen so wie ein Hintergrund rauschen einfach da.
00:17:22: Manche Menschen glauben auch sie halten durch Nicht-Entscheiden sich möglichst viele Optionen offen.
00:17:29: in Wahrheit aber halten Sie vor allem die Belastung offen, denn sich zu entscheiden das macht frei.
00:17:39: Richtig frei!
00:17:40: Es klingt ein bisschen paradox aber wenn ich erst alle anderen Optionen bewusst gekühlt habe mich davon verabschiedet habe dann brauche ich auch nicht mehr so zur Seite schielen zu den andern Optionen Denn wahrscheinlich sind die Anderen Optionen gar nicht mal so viel schlechter.
00:18:02: Aber wenn ich mich mal entschieden habe, dann kann ich die Energie auch darauf verwenden dass sich diese Entscheidung zur allerbesten Entscheidung selber mache.
00:18:14: Und da hab' ich oft gesehen wie so ein besonderes Glücksgefühl einkährt und eine angenehme Gelassenheit.
00:18:23: In diesem Sinn gebe ich dir eine Frage mit Schlickst du dich vielleicht gerade mit einer offenen Entscheidung herum?
00:18:31: Die die vor allem Energie kostet die du vielleicht noch ein bisschen zu lange vor dir herschieben möchtest, dann kannst du dich fragen was würde sich eigentlich verändern?
00:18:44: Wenn du diese Woche so einen konkreten Schritt weiter bringst damit du zu einer Entscheidungsfindung kommst.
00:18:55: Julia sagt auch man kann Dinge durchdenken aber schwer durchfühlen erst wenn man sie macht wie sie tatsächlich sind.
00:19:07: Ob
00:19:07: das, was ich gerade beim Unternehmen tun auch immer wieder erlebe dass Entscheidungen einfach nicht
00:19:12: durchdraft
00:19:13: sind und wenn man sich das genau anschaut wirklich nicht rechnen können egal wie gut das funktioniert um dann aber tatsächlich einfach zu machen wenn man merkt Das ist, was das funktionieren könnte.
00:19:27: Und ich glaube einfach machen ist halt dieser Sprung wenn wir machen müssen mit dem ganzen Paklet ja und mit allem an Freude und an Ängsten und alles was halt einfach dazu gehört.
00:19:36: Das ist ein Satz den ich sehr stark finde weil er uns an eine Grenze des Nachdenkens führt und das sage ich bewusst zu euch Hörerinnen die ihr klug seid und reflektiert und sicher gut analysieren könnt und möglicherweise genau deshalb zu lange in gedanklichen Schleifen auch hängen bleibt.
00:20:00: Es gibt Entscheidungen, die lassen sich nicht aus dem Sessel heraus zur Ende verstehen.
00:20:07: Die muss man schon ein Stück ausprobieren um sie beurteilen zu können.
00:20:12: Ich denke da an Ownership für ein neues Projekt Für eine neue Rolle Für eine Sichtbarkeitsstrategie für eine mutigere Positionierung und natürlich immer auch der berufliche Wechsel oder auch wenn jemand beginnt mit einer nebenberuflichen Tätigkeit.
00:20:32: Manches versteht man erst in der Umsetzung so richtig, also die Frage ist nicht immer – Ist die Entscheidung für immer?
00:20:42: Sondern oft ist es viel hilfreicher zu fragen was wäre ein guter Test?
00:20:48: Wo kann ich mich ausprobieren, wo kann ich einen Schritt in die neue Richtung gehen?
00:20:53: und daraus kann dann ganz viel entstehen?
00:20:57: Womit wir beim Transfer sind.
00:21:00: Wenn ich aus dem Gespräch mit Julia die ganz praktischen Learnings zusammenfasse, dann vielleicht das.
00:21:06: Gute Entscheidungen entstehen nicht aus der Stimmung aber sie entstehen auch nicht aus endlosen Kontrollbedürfnissen.
00:21:14: Sie brauchen beides.
00:21:16: Das Durchdenken, dann den Schritt!
00:21:19: Am Ende des Gesprächs hat die Julia zwei sehr klare, brauchbare Quick-Tips gegeben.
00:21:26: Nämlich der erste – Austausch statt einsames Kreisen.
00:21:32: Julia sagt, der Austauschen mit anderen ist wichtig und Entscheidungen nicht einfach auf der grünen Wiese zu treffen aus einer Laune heraus sondern sie wirklich durchzudenken mit anderen zu besprechen sauber anzuschauen.
00:21:49: Ich glaube, dass es wirklich dieser Austausch, es durchzudenken – ich bin kein Freund davon – Entscheidungen einfach nur auf der grünen Wiese zu treffen.
00:21:57: Aus einer Laune heraus oder auch nur seine Bauchgefühle heraus.
00:22:01: So ist das auch was, dass ich gerade beim Unternehmertum immer wieder erlebe, dass Entscheidungen nicht doch daf sind und dann aber tatsächlich einfach zu machen wenn man merkt, das ist etwas, das funktionieren
00:22:15: könnte.
00:22:17: Ich finde, das ist eine gute guideline.
00:22:19: Denn du hast sicher auch schon die beiden extremen Beobachter der einen besprechen Entscheidungen mit niemanden weil sie glauben Sie müssten alles mit sich selbst ausmachen und den anderen die holen sich wieder so viele Meinungen ein dass sie am Ende doch noch mal stärker verunsichert sind.
00:22:38: also der Punkt ist nicht ganz so einfach.
00:22:42: wenn wir mit anderen sprechen dann sollten wir auch mit den Richtigen sprechen.
00:22:47: Also, mit Menschen die nicht sofort ihre eigene Angst auf deine Situation übertragen?
00:22:54: Ein guter Hinweis ist auch darauf zu schauen gibt es Eigeninteressen und kann ich wirklich Neutralität von meiner Gesprächspartnerin, meinem Gesprächspartner erwarten?
00:23:07: Und noch so ein Punkt mit Menschen zu sprechen ist gut, aber sie sollten schon noch eine Ahnung von diesem Thema haben und einen Schritt weiter sein.
00:23:19: Also ganz plakativ zum letzten Punkt!
00:23:22: Wenn du über deine Vermögensveranlagung mit Menschen sprichst die selber nichts zur Veranlagen haben dann werden Sie dir nicht die richtigen Fragen stellen und können dir nicht helfen und wahrscheinlich verleiten Sie dich viel zu klein zu denken.
00:23:41: Also der Austausch ist dann hilfreich, wenn er dich klarer macht und nicht wenn er Dich noch weiter von Dir selbst entfernt.
00:23:50: Und so ein schöner Punkt ist auch manchmal hören die im Gespräch mit Guten gegenüber das heraus was wir eigentlich selbst längst schon wissen also gerade das Gespräch den Gedankenkneul zu entwehren.
00:24:15: Und das ist übrigens auch eine interessante Erfahrung, die ich aus dem Einzelcoaching immer wieder beobachte – vor allem je höher in der Hierarchie bei sehr erfahrenen Personen!
00:24:28: Also die Coaches sind dann schon so reflektiert aber es fehlt der geschützte Rahmen wo sie ihre Gedanken mal rauslassen können selbst sortieren können selbst bewerten können.
00:24:43: Also dieser Resonanzraum und das Sparing von jemandem auf Augenhöhe, weil mit dem Aussprechen kommt meistens sehr viel Klarheit einfach auf den Tisch.
00:25:00: Dann braucht es noch die richtigen Fragen und ich beobachte einfach dass mein Gesprächsanteil manchmal nur bei zwanzig, dreißig Prozent liegt.
00:25:09: Im Zurückspiegeln was ich jetzt wahrgenommen habe, im Fragen stellen und damit das Szenario auszuleuchten.
00:25:20: dann geht es noch darum zusammen zu fassen Ideen zu geben in eine bestimmte Richtung und schon sprudeln die Coaches wieder mit ihren Gedanken und Entwieren alles von alleine.
00:25:33: Es entfaltet sich Als logisch und der nächste Schritt ist einfach sehr deutlich nur durch das Aussprechen können.
00:25:44: Zurück zu Julia, sie betont dann noch?
00:25:48: Irgendwann kommt der Punkt an dem man nicht mehr etwas weiter besprechen muss.
00:25:54: Dann kommt der Moment des Sprungs.
00:25:57: Genug gedacht!
00:25:59: Jetzt gehe ich es an... Der zweite Quick-Tipp von der Julia.
00:26:07: Also sie würde ihrem Jüngeren ich sagen, dass es eigentlich viel entspannter angehen kann und sich selbst weniger Druck machen müsste.
00:26:20: Weil ich was zu einem jüngeren Ich-Sagen könnte, dann wäre's das sehr viel entspannter geht!
00:26:26: Und ich mir da gar nicht so einen Kopf machen muss und so einen Druck machen muss.
00:26:30: also ich glaube dieses Wetter dann ein perfektes Drifts weil wenn ich zurückschaue es schon viele Phasen auch gegeben hat, wo ich sicher versucht habe eher Richtung dieses Perfekt zu gehen als besser dann.
00:26:45: Und das ist eine ernsthafte Korrektur für besonders leistungsstärke Menschen denn der Perfekcionismus, der tangt sich ganz gerne als Qualitätsanspruch.
00:26:58: Nur so funktioniert das bei der beruferlichen Entwicklung nicht.
00:27:01: Viele Dinge die entstehen zuerst durch Das nicht perfekte und das Gehen ist einfach wichtig, wo die Qualität immer höher auch sich anhebt.
00:27:15: Also wir können überprüfen ob sich hinter einem vermeintlichen Qualitätswunsch nicht auch so ein bisschen die Aufschieberitis versteckt.
00:27:25: denn weder dann den Perfect heißt ja nicht schlampig sein und es heißt doch nicht unvorbereitet sein und schon gar nicht beliebig sein.
00:27:35: Es heißt so gut vorbereiten, dass du es verantworten kannst in die Handlung zu gehen.
00:27:41: Und vielleicht ist das heute gerade die entscheidende Frage.
00:27:45: Hm, wo versuchst du vielleicht gerade noch etwas perfekt zu machen?
00:27:49: Dass längst schon gut genug ist
00:27:52: um
00:27:52: es umzusetzen oder eine Entscheidung zu treffen?
00:27:56: also wenn wir das Gespräch mit der Julia auf einen einfachen drei Schritt herunterbrechen dann ist es vielleicht zu Erstens Entscheidungen durchdenken.
00:28:10: Zweitens im Austausch besprechen mit den richtigen Menschen, mit Menschen die Orientierung geben und nicht zusätzlich vernebeln.
00:28:22: Und drittens machen.
00:28:24: Irgendwann kommt der Punkt an dem noch mehr Reflexion jetzt auch nichts hilft sondern die Bewegung des entscheidenden ist.
00:28:33: Und wahrscheinlich ist genau das die Kunst Nicht zu früh zu springen, aber eben auch nicht ewig am Beckenrand zu stehen und Wassertöpfchen zu zählen.
00:28:48: Das war's für heute!
00:28:50: Ich freue mich jetzt schon auf den nächsten Themenzyklus und verrate dir noch nicht alterfehl'n Aber so viel kann ich Dir schon sagen.
00:28:58: Es kommt eine Frau zu Gast die mit mir schon zusammen gearbeitet hat Und wo es ein echtes vorher-und nachher gibt Zu im Sinn.
00:29:07: Da wurde eine Entscheidung getroffen, nicht nur reflektiert sondern auch wirklich umgesetzt.
00:29:13: Da hat jemand innerhalb von zwölf Monaten beruflich spürbar etwas verändert mehr Freude im Beruf, mehr Verantwortung, mehr Gestaltungsspielraum und das durch bewusste Selbstführung Und das interessiert mich doch am allermeisten wahrscheinlich dich auch Wenn wir beginnen unsere Rollen wirklich aufzubauen auszuleben und wirksam zu sein.
00:29:39: Also im nächsten Themenzyklus geht's wieder um Entwicklung, die nicht zufällig passiert sondern wo Entscheidungen zugrunde liegen.
00:29:46: Bleib unbedingt dabei!
00:29:48: Bis nächste Woche – und für heute – Baba Und boost your career sister.
00:29:59: Wenn dir ein bestimmtes Thema auf dem Herzen liegt dann melde dich doch direkt bei mir.
00:30:04: Vielleicht mache ich sogar einen Themenzyklus daraus.
00:30:06: Schreib mich auf Gabriele et Solac.at Oder schau dich doch gleich auf meiner Karriereseite um.
00:30:14: Alle Infos dazu findest du auf www.Sollack.at.
00:30:20: Und besonders empfehle ich dir natürlich meinen Female Boost Club!
00:30:25: Der startet zweimal im Jahr, du kannst sich auch zum eins-zu-eins Coaching melden oder rufst einfach an und wir reden persönlich darüber was genau Ich für Dich tun kann!
00:30:38: Alle Info's findest Du in den Shownotes Bust your career, sister.
00:30:47: Schön, dass du da warst!
00:30:49: Gemeinsam können wir die Jobwelt zu einer besseren machen.
00:30:57: Dieser Podcast entsteht in Kooperation mit dem Wirtschaftsmagazin Chiconomy.
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